KS-R2R Frequenzumrichter
Durchdachten Systemlösungen in der Motoren- und Antriebsstrangprüfung.
Komplexe Prüfaufgaben lösen.
Der KS R2R Frequenzumrichter ist Bestandteil der
KS Hochleistungsprüftechnik für komplexe Prüfaufgaben
Neueste Halbleitermodule kombiniert mit schneller Signalverarbeitung und ganzheitlicher modellbasierter Regelungstechnik ermöglichen hochdynamische Anwendungen. Über mathematische Modelle des Prüfstands und seiner Komponenten sowie modernste Regelungsalgorithmen wird ein Höchstmaß an Regelgüte erreicht. Diese Systemlösung ist der Schlüssel für bisher nie da gewesene Ergebnisse in der Motoren- und Antriebsstrangprüfung.
Vorteile
- 1700 A Dauerstrom – 2800 A oder mehr mit parallelen Einheiten
- Bis 2000 Hz Ausgangsfrequenz
- Interne Taktfrequenz bis zu 20 kHz
- Schaltfrequenz bis zu 10 kHz
- Zeitbasis Drehmomentmessung 250 MHz
- Wassergekühlte Wechselrichtermodule
- Hochdynamische Drehmomentregelung
- Trägheitskompensation über weiten Bereich
- Schnelle EtherCAT-Schnittstelle
- Zwischenkreisspannung:
600 V für Nennspannung 400 V
1000 V für 690 V
Reglermodi
- Reglermodus „M“ (klassisch)
- Reglermodus „Mplus“ (Trägheitskompensation, R2R, haptischer Test, …)
- Reglermodus „n“ (klassisch)
- Reglermodus „nplus“ (supersteife Drehzahlregelung)
- Virtuelle Zusatzdämpfung
Regelungsmodus M
FUNKTION
- Drehmoment-Sollwert Msoll sowie Grenzen Mmax und Mmin sind vorgebbar
- Feldorientierte Regelung versucht MLS=Msoll bestmöglich umzusetzen, wird aber nie genau stimmen (Modellfehler)
- Meist ist ein überlagerter Regler notwendig, um das Wellenmoment einzuregeln
VORTEILE
- Kompatibel zur klassischen Drehmomentregelung
Regelungsmodus Mplus
FUNKTION
- Aus Msoll und gemessenem Drehmoment Mmess wird mit der Wunschträgheit JR wird ein Drehzahl-Sollwert nsoll berechnet (Drallsatz)
- Wirkt für den Anwender wie eine Drehmomentregelung
VORTEILE
- Im stationären Zustand gilt Mmess = -Msoll exakt!
- Trägheitskompensation und Rastmomentverringerung – Prüfling „spürt“ nicht die volle Rotorträgheit!
- R2R (Msoll vom Reifenmodell), haptischer Test (Msoll = 0)
- Drehzahlgrenzen nmax, nmin vorgebbar
Regelungsmodus N
FUNKTION
- Drehzahl-Sollwert nsoll sowie Grenzen Mmax und Mmin sind vorgebbar (Ablöseregelung!)
- Regelqualität ist von den PI-Parametern abhängig und kann zwischen „weich“ und „hart“ gewählt werden
- Regler reagiert nur auf Differenz zwischen nsoll und nist, d.h. bei Wellenmomentsprung gibt es eine Abweichung
VORTEILE
- Kompatibel zur klassischen Drehzahlregelung
Regelungsmodus Nplus
FUNKTION
- Zusätzlich zur normalen Drehzahlregelung wird das gemessene Wellenmoment gegengleich aufgeschaltet
- Bei konstantem Drehzahl-Sollwert nsoll wäre im Idealfall der PI-Regler überflüssig (Drehmomentsumme Null)
- Bei Wellenmomentsprung gibt es fast keine Abweichung
VORTEILE
- Besonders gute („superharte“) Drehzahlregelung
- Wellenresonanzfrequenzen können gedämpft werden
Virtuelle Zusatzdämpfung
FUNKTION
- Mit MVZD (als zusätzliches Luftspaltmoment aufgebracht) wirkt die Welle für die elektrische Maschine wie mit Dämpfung dW + dV
- Schätzung von Δω ist mit Hilfe von Mmess (Kalman-Filter) erforderlich
VORTEILE
- Erhöht die Dämpfung der Welle virtuell
- Wirkt wellenresonanzdämpfend für Resonanzfrequenzen bis ca. 50 Hz
- In allen Reglermodi stufenlos zu- und abschaltbar
Vorteile
Drehmomentanstieg im Luftspalt
Während herkömmliche industrielle Umrichter erhebliche Verzögerungszeiten in der Übertragung des Sollwertes und Anstieg des Momentes an der Welle haben, sind diese bei dem KS FU signifikant verkürzt und ein Sollwertsprung am EtherCAT-Interface wird über schnellste Signalverarbeitung direkt in ein Wellenmoment umgesetzt. Dank der schnellen Sollwertübergabe und direkten Ansteuerung der IGBTs ist der KS FU ein ideales Glied in hochdynamischen Regelkreisen.
Grundlage für Dynamik und Präzision der KS Hochleistungsprüftechnik ist die Kombination der KS Frequenzumrichter-Technologie mit modellbasierter Regelungstechnik und einer ganzheitlichen Betrachtung der Prüfaufgabe und Prüfstandskomponenten. Unsere multidisziplinären Prüfstandsingenieure optimieren die Prüfstandskonfiguration hinsichtlich individueller Prüfaufgaben und Gegebenheiten.
Beispiel
PMSM: Pn = 800 kW (Überlast 1600 kW)
Ablauf: steile Drehzahlrampen
Vorteil:
• Drehzahlrampe motorisch 50.000 Upm/s
• Drehzahlrampe generatorisch 50.000 Upm/s
Anwendungsmöglichkeiten
Anwendung Motorenprüfung

Anwendung Fahrzeug- / Antriebsstrangprüfung

Beispiele für die Regelgüte
Beispiel Drehmomentschwankungen / Seitenwellen
Ausgangssituation: Prüfling mit 8-Zylinder-VKM
Versuchsablauf: stationärer Lastbetrieb
Besonderheit: Drehmomentstöße der VKM sind in den Messwerten der Achsmomente sichtbar und können einzelnen Zylindern zugeordnet werden.
Beispiel ABS-Bremsung auf Schneefahrbahn
Ausgangssituation:
• Fahrzeug fährt auf ebener Schneefahrbahn mit µ-low
• Geschwindigkeit 50km/h
Versuchsablauf:
• Einleitung einer Notbremsung
• „Vollbremsung“ mit ABS-Eingriff
Besonderheit: ABS-Eingriff erfolgt exakt wie auf der Straße